Coverbild Memo 1

01. Juli 2025 | Wie ich etwas höre, liegt vor allem an mir.

July 01, 20252 min read

Memo an mich selbst

"Wie ich etwas höre, liegt vor allem an mir."


Was ich damit sagen will

Was jemand sagt und was wir hören, ist oft nicht dasselbe.
Denn sobald Worte bei uns ankommen, ordnen wir sie ein.

Meist ganz unbewusst entscheiden wir, ob wir eine Aussage als Lob, Kritik, Hilfe oder einfach nur als neutrale Information verstehen – und reagieren entsprechend.

Wenn unser Gegenüber dann von unserer Reaktion überrascht ist, ist das ein Zeichen dafür, dass ein Missverständnis vorliegt.

👉 Ein hilfreiches Kommunikationsmodell

Falls du tiefer einsteigen möchtest: Das Vier-Ohren-Modell von Friedemann Schulz von Thun erklärt genau, warum wir Botschaften so unterschiedlich wahrnehmen.

💡 Ein weiterer Gedanke dazu

Wie wir eine Aussage verstehen und wie wir darauf reagieren, hat oft mehr mit uns selbst zu tun als mit der anderen Person.

Sind wir innerlich unsicher und hören nichts klar Positives, deuten wir das Gesagte schnell als Kritik.
Fühlen wir uns dagegen sicher, können wir andere Sichtweisen gelassener annehmen, ohne uns direkt angegriffen zu fühlen.

📌 Ein Beispiel

Alice und Bob* waren zusammen unterwegs – ein gemeinsamer Ausflug, den beide genossen haben.

Später sagt Alice zu Bob:
„Beim nächsten Mal suche ich das Ausflugsziel aus.“

Was Alice meint:
„Die Suche nach einem tollen Ziel kostet Zeit. Beim nächsten Mal übernehme ich das, dann sind wir quitt.“

Was Bob hört:
„Sie fand mein Ausflugsziel nicht gut.“

*Wer Alice und Bob sind, kannst du hier nachlesen.


Challenge accepted!

Wenn ich diese Woche das Gefühl habe, kritisiert zu werden, halte ich kurz inne:

  • Warum glaube ich, dass das Kritik war?

  • Was passiert, wenn ich mit einem anderen “Ohr” zuhöre – etwa mit dem, das offen ist für andere Sichtweisen oder gut gemeinte Impulse?


Brigittes Randnotizen

Hallo,

wie schön, dass du da bist – das ist die erste Ausgabe von Memo an mich selbst!

Ab jetzt bekommst du einmal pro Woche einen kleinen, aber wirkungsvollen Kommunikationstipp oder eine konkrete Anregung zur Selbstreflexion – ohne viel Theorie, ohne Blabla, aber mit dem Potenzial, deinen Alltag ein kleines Stück leichter zu machen.

Alles, was du dafür brauchst?

Ein paar Minuten Zeit zum Lesen und die Bereitschaft, es auszuprobieren.

Nimmst du die Herausforderung an?

Wenn du magst, schreib mir danach gerne, was für dich dabei rauskam. Ich freue mich riesig über jede Rückmeldung. Antworte ganz einfach direkt auf diese E-Mail.

Kommunikative Grüße und bis nächste Woche,
Brigitte

Back to Blog