
05. August 2025 | Nutze Ich-Botschaften.
Memo an mich selbst
"Nutze Ich-Botschaften."
Was ich damit sagen will
Sobald wir Sätze beginnen mit „Du hast …“, geht bei unserem Gegenüber innerlich schnell der Verteidigungsmodus an.
Denn solche Aussagen klingen wie ein Vorwurf:
„Du hast mich unterbrochen.“
„Du hörst mir nie richtig zu.“
„Du bist nie vorbereitet.“
Zack – Fronten verhärtet.
👉 Ein besserer Weg: Ich-Botschaften
Statt zu sagen: „Du hast mich übersehen.“
formuliere es lieber auf diese Weise: „Ich habe mich übergangen gefühlt.“
Oder statt anzumerken: „Du kritisierst mich ständig.“
thematisiere es so: „Ich fühle mich manchmal verunsichert durch dein Feedback.“
💡 Warum das wirkt
Ich-Botschaften machen den Unterschied, weil sie nicht bewerten, sondern deine innere Reaktion ausdrücken.
Sie sagen nicht: Du bist mein Gegner.
Sondern: So geht es mir gerade mit dem, was passiert ist.
Das ist ehrlich, nahbar und lässt deinem Gegenüber Raum zuzuhören und zu verstehen, worum es dir wirklich geht.
📌 Ein Beispiel
Zum dritten Mal an diesem Tag wird Alice von Bob* mitten im Satz unterbrochen.
Früher hätte Alice vielleicht gereizt gesagt:
„Du lässt mich nie ausreden!“
Heute versucht sie es anders:
„Bob, ich fühle mich gerade ausgebremst. Ich möchte meinen Gedanken gerne noch zu Ende ausführen und danach freue ich mich auf deine Anmerkungen.”
Bob ist kurz irritiert – nickt dann aber und hört ihr zu.
Die Situation entschärft sich sofort.
*Wer Alice und Bob sind, kannst du hier nachlesen.
Challenge accepted!
Wenn ich diese Woche genervt bin und am liebsten sagen würde „Du machst immer …“, dann halte ich kurz inne.
Was fühle ich gerade?
Wie kann ich das in Worte fassen, ohne anzugreifen?
Und dann versuche ich eine ehrliche Ich-Botschaft zu formulieren.
Brigittes Randnotizen
Hallo,
während du diese E-Mail gelesen hast, hast du es dir bestimmt schon gedacht:
Gerade heikle Gespräche laufen besser, wenn du deinem Gegenüber mitteilst, wie es dir gerade geht, statt ihn (versehentlich) in die Defensive zu treiben.
Klar, das klappt nicht immer auf Anhieb. Aber je öfter du es übst, desto natürlicher wird es.
Wie immer ich bin gespannt: In welcher Situation hat dir diese Perspektive geholfen?
Schreib mir gern – ich freue mich auf deine Nachricht.
Kommunikative Grüße und bis nächste Woche,
Brigitte
