Coverbild Memo 11

09. September 2025 | Man kann nicht nicht kommunizieren.

September 09, 20252 min read

Memo an mich selbst

"Man kann nicht nicht kommunizieren."


Was ich damit sagen will

Dieser Satz von Paul Watzlawick bringt auf den Punkt: Alles ist Kommunikation.

Nicht nur das, was wir sagen, sondern auch das, was wir nicht sagen. Unsere Körpersprache – also Mimik, Gestik und Haltung – übermittelt ebenfalls Botschaften.

Zum Beispiel:

  • „Ich will meine Ruhe.“

  • „Mir ist kalt.“

  • „Du hast mich gerade total überrascht.”

👉 Ein Blick über den Tellerrand

Die heutige Memo ist das erste und wohl bekannteste von fünf Kommunikationsaxiomen* von Paul Watzlawick.

Wenn du tiefer einsteigen möchtest, lohnt sich ein Blick auf diese Webseite: Die fünf Axiome der Kommunikationstheorie von Paul Watzlawick.

*Ein Axiom ist eine Grundsatz, der keiner weiteren Beweise bedarf.

📌 Ein Beispiel

Alice kommt nach der Arbeit an die Bushaltestelle.

Ihr Kollege Bob* ist schon da. Der Bus fährt erst in ein paar Minuten.

Bob trägt Kopfhörer und schaut aufs Handy. Obwohl er kein Wort sagt, wird Alice klar: Bob möchte gerade nicht reden. 

Also spricht sie ihn nicht an und wendet sich stattdessen einer anderen Kollegin zu, von der sie freundlich angelächelt wird.

*Wer Alice und Bob sind, kannst du hier nachlesen.


Challenge accepted!

Diese Woche achte ich bewusst darauf,

  • welche nonverbalen Signale ich sende

  • und was andere mir mitteilen – ohne ein Wort zu sagen.


Brigittes Randnotizen

Hallo,

wenn man schon nicht nicht kommunizieren kann, warum sich dann nicht gleich überlegen, wie man kommuniziert?

In manchen Situationen kann es am wirkungsvollsten sein, wenn man etwas humorvoll durch die Blume sagt.

Ein Beispiel aus meinem Alltag:

Vor einigen Jahren habe ich eine wunderschöne, handbemalte Salatschüssel vom Gardasee mitgebracht. Ein typisches Erinnerungsstück, das man „für besondere Anlässe“ aufhebt.

Und genau das habe ich getan.
Mit anderen Worten, ich habe sie nie benutzt. Kein Anlass schien besonders genug. Keine Zeit, sie nach dem Essen von Hand zu spülen. Der Geschirrspüler? Viel zu gefährlich!

Bis mein Partner sie eines Tages liebevoll-scherzhaft „die Heilige Salatschüssel“ nannte.

Das war der Moment, in dem mir klar wurde:
Warum etwas besitzen, das mir gefällt – und es dann nicht benutzen?

Bevor ich diesen Newsletter geschrieben habe, gab es übrigens Salat.
Aus genau dieser Schüssel, die mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Kommunikative Grüße und bis nächste Woche,
Brigitte

Back to Blog