
06. Januar 2026 | Lieber frühes Feedback als späte Kritik.
Memo an mich selbst
"Lieber frühes Feedback als späte Kritik."
Was ich damit sagen will
Niemand bekommt gern negatives Feedback.
Aber unausgesprochene Themen lösen sich selten in Luft auf – sie werden meist nur unangenehmer.
Je länger du zögerst, desto größer wird das Konfliktpotenzial.
Und während du noch auf den „richtigen Moment“ wartest, vergeht wertvolle Zeit.
Wer stattdessen regelmäßig kleine Impulse gibt, braucht seltener große Kritikgespräche.
💡 Ein Zeichen von Respekt
Frühzeitiges Feedback vermeidet nicht nur Frust auf beiden Seiten – es zeigt auch Wertschätzung:
Ich gehe achtsam mit deiner Zeit um.
Ich traue dir zu, mit meiner Rückmeldung umzugehen.
Ich will nicht, dass aus einer Kleinigkeit ein großes Problem wird.
📌 Ein Beispiel
Alice und Bob* wollen gemeinsam Urlaub machen.
Da Bob wegen anderer Verpflichtungen gerade keine Zeit für die Planung hat, bietet Alice an:
„Lass mich nur machen – das wird super!“
Sie stürzt sich begeistert in die Recherche. Bob sieht, wie sie stundenlang vor dem Laptop sitzt und offenbar nach Flügen sucht.
Eigentlich möchte er keine anstrengende Flugreise unternehmen – sagt aber nichts, weil er dankbar ist, dass Alice sich kümmert.
Erst als sie ihm den fertig ausgearbeiteten Reiseplan präsentiert, platzt es aus ihm heraus:
„Können wir nicht lieber mit dem Auto in die Berge fahren?“
Alice ist frustriert:
„Hättest du das nicht gleich sagen können? Ich hab da echt viel Zeit reingesteckt – und jetzt war alles umsonst?“
*Wer Alice und Bob sind, kannst du hier nachlesen.
Challenge accepted!
Diese Woche achte ich darauf, frühzeitig Feedback zu geben.
👉 Welche Rückmeldung habe ich bislang zurückgehalten, obwohl ich sie eigentlich schon längst hätte aussprechen sollen?
Brigittes Randnotizen
Frohes neues Jahr – schön, dass du wieder mitliest!
Ich hab’s mit den guten Vorsätzen versucht. Ehrlich!
Aber entweder waren sie zu vage formuliert oder viel zu ambitioniert.
Vor ein paar Jahren bin ich dann zufällig auf das Past Year Review-Prinzip von Tim Ferriss gestoßen. Und auch diesmal habe ich die Zeit zwischen den Jahren genutzt, um mit genau dieser Methode zurückzublicken.
Um fundierte Pläne für die nächsten zwölf Monate schmieden zu können, frage ich mich:
Was hat mir 2025 Energie gegeben?
Was hat mir Energie geraubt?
Basierend auf diesen Antworten entscheide ich dann, was ich beibehalten, streichen oder anders angehen möchte.
So wird 2026 automatisch ein Stück besser als das Jahr davor.
Was hast du dir für 2026 vorgenommen?
Kommunikative Grüße und bis nächste Woche,
Brigitte
