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24. Februar 2026 | Halte Gesprächspausen aus.

February 24, 20262 min read

Memo an mich selbst

"Halte Gesprächspausen aus."


Was ich damit sagen will

Stille in Gesprächen fühlt sich für viele Menschen unangenehm an.
Deshalb wird sie oft vorschnell gefüllt – mit Rechtfertigungen, Zusatzargumenten oder Über-Erklärungen.

Ob jemand Gesprächspausen aushalten kann, sagt deshalb viel über die eigene Selbstsicherheit und innere Gelassenheit aus.

Gerade in Verhandlungen kann das entscheidend sein.
Denn manchmal hängt der weitere Verlauf davon ab, ob du eine Gesprächspause aushältst oder ihr sofort ausweichst.

Hältst du Schweigen für Ablehnung und knickst direkt ein, veränderst du womöglich deine Aussage zu deinen Ungunsten.

Dabei passiert in der Stille meistens etwas ganz anderes:
Dein Gegenüber denkt nach oder wägt ab.

💡 Eine Einladung zum Aushalten und Wirkenlassen

Es ist oben bereits angeklungen und ich möchte es hier noch einmal bewusst aussprechen:

Gesprächspausen sind gerade deshalb so wertvoll, weil in der Stille oft etwas Entscheidendes entsteht.

Raum zum Durchatmen.
Raum zum Nachdenken.
Raum für Erkenntnis.

📌 Ein Beispiel

Alice hat ihrem Teamleiter Bob* einen Vorschlag unterbreitet, von dem sie sehr überzeugt ist und den sie gerne umgesetzt sehen möchte.

Sie schließt ihre Ausführung mit den Worten:
„Wie findest du das?“

Bob sagt nichts.

Alice setzt schon an, um weiterzureden.
Noch ein Argument, noch ein Gedanke, noch eine Erklärung.

Doch dann merkt sie:
Bob denkt nach. Ernsthaft.

Also beißt sie sich auf die Zunge und wartet.

*Wer Alice und Bob sind, kannst du hier nachlesen.


Challenge accepted!

In den nächsten zwei Wochen achte ich bewusst auf Gesprächspausen und wie ich damit umgehe:

👉 Halte ich die Stille aus oder fülle ich sie reflexhaft?


Brigittes Randnotizen

In genau einer Woche feiere ich ein besonderes Jubiläum: Am 3. März 2025 war der Kursstart von „Strategische Selbstpositionierung: Der unterschätzte Karrierehebel“.

Im Kurs ging es darum, die eigene Wunschposition auszufüllen, bevor man sie offiziell bekommt – ohne Ellbogenmentalität und ohne Unsicherheit.

Innerhalb von vier Wochen habe ich meine Vorgehensweise an knapp über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer weitergegeben. Schritt für Schritt. So, dass es machbar bleibt und nicht überfordert.

Auch für mich war das eine Lernphase.
Einen Kurs zu konzipieren und durchzuführen war komplettes Neuland.

Also habe ich es genauso gehalten:
Schritt für Schritt.
Und mit diesem Satz im Kopf:

„You don’t need to have it all figured out. You just need to know your next step.“
– James Clear

Diese vier Wochen waren intensiv.
Aufregend. Und gleichzeitig sehr energetisierend.

Einen kleinen Blick hinter die Kulissen findest du hier:
👉
Zum LinkedIn-Post oder zum Facebook-Post

Hast du auch schon mal ein Projekt begonnen, obwohl am Anfang noch nicht alles klar war und sich der nächste Schritt erst aus dem direkt davor ergeben hat?

Kommunikative Grüße und bis übernächste Woche,
Brigitte

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