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24. März 2026 | Irren ist menschlich.

March 24, 20262 min read

Memo an mich selbst

"Irren ist menschlich."


Was ich damit sagen will

Niemand liegt immer richtig.
Und doch tun wir oft so, als müssten wir es.

Wir verteidigen Standpunkte.
Erklären uns.
Relativieren.

„Ich habe mich geirrt.“
Ist kein Gesichtsverlust, sondern ein Zeichen von Integrität und Größe.

Denn wer bereit ist, eine falsche Aussage zu korrigieren, stellt Wahrheit über Stolz.

💡 Fehler zugeben schafft Vertrauen

Viele fürchten, durch das Eingeständnis eines Fehlers an Autorität zu verlieren.
Dabei ist meist das Gegenteil der Fall:

Menschen vertrauen denen, die Verantwortung übernehmen.
Nicht denen, die sich unfehlbar geben.

Ein schlichtes „Da lag ich falsch.“
oder „Danke für den Hinweis – das hatte ich anders eingeschätzt.“
beendet Diskussionen schneller, als jedes Rechtfertigen es je könnte.

Fehler an sich machen dich nicht klein – das Verleugnen dagegen schon viel eher.

📌 Ein Beispiel

Alice und Bob* geraten in einem Teammeeting aneinander.

Alice ist überzeugt, dass ein bestimmter Prozess am effizientesten läuft, wenn er auf ihre Weise umgesetzt wird.
Bob widerspricht und bringt neue Zahlen sowie einen Alternativvorschlag mit.

Alice spürt Widerstand.
Ihr erster Impuls: Gegenargumente suchen.

Stattdessen schaut sie sich die Zahlen an und sagt:
„Du hast recht. Mit den neuen Daten ergibt meine Annahme keinen Sinn mehr. Wir nehmen deinen Vorschlag.”

Bob und das restliche Team sind kurz überrascht.
Die Spannung im Raum löst sich.
Das Meeting geht weiter.

*Wer Alice und Bob sind, kannst du hier nachlesen.


Challenge accepted!

In den nächsten zwei Wochen beobachte ich mich bewusst:

👉 Wo halte ich an einer Meinung fest, nur um recht zu behalten?


Brigittes Randnotizen

Anfang März war ich für zwei Wochen in Mexiko.
Es war ein toller Urlaub in einem unglaublich vielseitigen Land:

Ich habe Maya-Ruinen besucht, war in Cenoten schwimmen und habe auf Bootstouren die karibischen Gewässer und ihre tierischen Bewohner bestaunt.

Das Thema Kommunikation war während meiner Reise sehr präsent:
Denn wenn man nicht dieselbe Sprache spricht, wird es schnell herausfordernd.

Mein Spanisch war ziemlich eingerostet, aber von Tag zu Tag wurde es besser.

Ich habe mich einfach immer getraut, eine Unterhaltung auf Spanisch anzufangen – in dem vollen Wissen, dass ich dabei einen Fehler nach dem anderen machen würde.

Mein jeweiliges Gegenüber hat sich fast immer über meine Bemühungen gefreut.
Oft war es der einzige Weg, um überhaupt in Kontakt zu kommen, denn längst nicht alle sprechen dort Englisch.

Wann bist du zuletzt über deinen Schatten gesprungen, um Verständigung möglich zu machen?

Kommunikative Grüße und bis übernächste Woche,
Brigitte

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