
07. April 2026 | Tu Gutes und sprich darüber.
Memo an mich selbst
"Tu Gutes und sprich darüber."
Was ich damit sagen will
Es gibt einen Satz, der viele – besonders Frauen – davon abhält, über eigene Erfolge oder gute Leistungen zu sprechen.
Er lautet :„Eigenlob stinkt.“
Drängt er sich zu sehr ins Bewusstsein, fühlt es sich schnell unangenehm an, die eigene Leistung zu benennen.
Vielleicht hast du außerdem Sorge, arrogant zu wirken, wenn du dich gezielt ins Spiel bringst.
Oder du fragst dich insgeheim, ob es wirklich „gut genug“ war.
Solche Glaubenssätze sind weit verbreitet.
Und sie sind hinderlich.
Denn wer schweigt, bleibt unsichtbar.
💡 Sichtbarkeit ist kein Ego-Trip
Keine Sorge: Sichtbarkeit muss definitiv nichts mit Angeberei zu tun haben.
Letztlich geht es einfach nur darum, Verantwortung für die eigene Wahrnehmung zu übernehmen.
Sieh es mal so: Deine Chefin ist keine Hellseherin.
Woher soll sie wissen, was du geleistet hast, wenn sie nicht direkt mit dir zusammenarbeitet?
Wer gute Arbeit macht, darf das sachlich und klar benennen.
Denn wenn du dich nicht selbst sichtbar machst, bist du darauf angewiesen, dass andere dein Potenzial zufällig entdecken.
Und Zufall ist keine Strategie.
📌 Ein Beispiel
Alice arbeitet seit Monaten an der Optimierung interner Prozesse.
Durch ihre Anpassungen sparen Bob* und das Team jede Woche mehrere Stunden Arbeitszeit.
Im nächsten Teammeeting berichtet sie sachlich:
„Ich habe die Abläufe in den Bereichen Lagerhaltung und Logistik überarbeitet. Seitdem sparen wir pro Woche etwa drei Stunden. Wenn ihr möchtet, stelle ich euch die Änderungen kurz vor.“
Bob nickt:
„Das erklärt, warum es zuletzt so rund lief. Gute Arbeit!“
Früher hätte Alice gehofft, dass es schon jemand bemerkt.
Heute benennt sie es.
Nicht laut.
Aber klar.
*Wer Alice und Bob sind, kannst du hier nachlesen.
Challenge accepted!
In den nächsten zwei Wochen frage ich mich bewusst:
👉 Wo darf ich meine Leistung klar benennen?
👉 Was hat mich bisher davon abgehalten, darüber zu sprechen?
Brigittes Randnotizen
Übersehen zu werden ist frustrierend.
Und natürlich liegt dann der Gedanke nahe:
„Woanders wäre das bestimmt anders.“
Aber hier kommt eine unbequeme Wahrheit:
Das Gras auf der anderen Seite ist gar nicht grüner.
Es ist dort grüner, wo du es gießt.
Was ich damit sagen will:
Wenn du an deinem aktuellen Arbeitsplatz das Gefühl hast, übersehen zu werden, weil du zu still bist, wird es anderswo vermutlich ähnlich sein.
Sichtbarkeit entsteht nicht durch den Ort,
sondern durch dein Verhalten.
Kommunikative Grüße und bis übernächste Woche,
Brigitte
