Coverbild Memo 37

05. Mai 2026 | Achte auf deine Körpersprache.

May 05, 20262 min read

Memo an mich selbst

"Achte auf deine Körpersprache."


Was ich damit sagen will

Passt meine Körpersprache zu dem, was ich ausdrücken möchte?

Mimik.
Gestik.
Blickkontakt.
Körperhaltung.

All das sendet Signale – oft lauter als Worte.

Du kannst „Ich freue mich darauf“ sagen.
Wenn dein Blick dabei ausweicht und deine Arme verschränkt sind, kommt etwas anderes an.

Kommunikation besteht nicht nur aus dem, was du sagst, sondern auch aus dem, was du verkörperst.

💡 Die Macht des Spiegelns

Vielleicht kennst du das Prinzip des „Mirrorings“ – also des Spiegelns.
Menschen fühlen sich wohler, wenn ihr Gegenüber ihnen in Haltung, Tempo oder Tonfall ähnlich ist.

Unbewusst signalisiert das:
Wir sind auf einer Wellenlänge.

Doch es geht nicht darum, jemanden zu kopieren.
Offensichtliches Nachahmen wirkt schnell künstlich – oder manipulativ.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht:
Wie kann ich das für mich nutzen?

Sondern:
Bin ich präsent genug, um mein Gegenüber wirklich wahrzunehmen?

📌 Ein Beispiel

Alice setzt sich in der Kantine zu Bob*.
Sie beginnt, ihm von einem neuen Projekt zu erzählen.

Bob hört zu und antwortet höflich interessiert, doch seine Blicke wandern immer wieder zum Fenster.
Nachdem er aufgegessen hat, lehnt er sich zurück. Sein Körper dreht sich nach und nach in Richtung Ausgang.

Alice redet weiter.
Bis sie es bemerkt.

Sie hält kurz inne und sagt:
„Falls du los musst, ist das kein Problem. Du musst nicht warten, bis ich fertig bin.“

Bob atmet hörbar aus.
„Danke. Ich hab gleich den nächsten Termin und wollte davor noch ein paar Minuten frische Luft schnappen.“

Seine Worte waren diplomatisch.
Sein Körper war ehrlich.

*Wer Alice und Bob sind, kannst du hier nachlesen.


Challenge accepted!

In den nächsten zwei Wochen beobachte ich bewusst meine Körpersprache:

👉 Unterstützt meine Haltung das, was ich sagen möchte?
👉 Wer ist in bestimmten Situationen ehrlicher – meine Worte oder mein Körper?


Brigittes Randnotizen

Je mehr ich mich mit Kommunikation beschäftige, desto klarer wird mir:

Viel wichtiger als das, was wir sagen, ist, dass wir präsent sind und unser Gegenüber bewusst wahrnehmen.

Soziale Intelligenz zeigt sich nicht in perfekten Formulierungen, sondern in der Fähigkeit, zwischen den Zeilen zu lesen.

Zu spüren, wenn etwas nicht ganz stimmig ist.
Wahrzunehmen, was nicht gesagt wird.

Dafür braucht es Empathie.
Und vor allem Achtsamkeit.

Denn wenn wir gedanklich schon bei unserer nächsten Antwort sind, übersehen wir genau die Signale, die uns helfen, unser Gegenüber wirklich zu verstehen.

In welcher Situation hat dir Aufmerksamkeit schon einmal mehr geholfen als die perfekten Worte?

Kommunikative Grüße und bis übernächste Woche,
Brigitte

Back to Blog