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25. August 2026 | Ruhig bleiben.

August 25, 20263 min read

Memo an mich selbst

"Ruhig bleiben."


Was ich damit sagen will

Manche Situationen scheinen regelrecht darauf ausgelegt zu sein, uns aus der Ruhe zu bringen.

Ein unerwartetes Problem.
Ein spitzer Kommentar.
Oder einfach ein Tag, der sich anfühlt, als hätte sich die Welt gegen uns verschworen.

Unser erster Impuls? Reagieren – und zwar sofort.

Doch genau das verschlimmert die Lage oft.

Denn Hektik ist selten ein guter Ratgeber.

Wer sich provozieren lässt – von Menschen oder Ereignissen –, verliert die Kontrolle über das Einzige, das wirklich in seiner Hand liegt: die eigene Reaktion.

Wer sich jedoch einen Moment Zeit nimmt, um die Situation zu überblicken, kann bewusst entscheiden, wie er reagieren möchte – statt sich von seinen Emotionen leiten zu lassen.

💡 Langsam ist manchmal schneller

Wenn alles „brennt", ist die Versuchung groß, sofort zu löschen.

Dabei übersehen wir: Wer zu schnell handelt, macht oft neue Fehler.

Und plötzlich bekämpft man nicht mehr nur das ursprüngliche Problem, sondern auch noch die Konsequenzen der eigenen Hektik.

Ruhig bleiben heißt allerdings nicht, passiv zu sein.
Es heißt, sich Zeit zu nehmen, um erst zu verstehen – und dann zu handeln.

📌 Ein Beispiel

Alice arbeitet an der Vorbereitung einer wichtigen Kundenpräsentation.

Am Morgen der Präsentation bemerkt sie, dass versehentlich eine veraltete Version der Unterlagen an mehrere Entscheidungsträger verschickt wurde.

Sie gerät sofort in Panik.

Hektisch versucht sie, alle Empfänger zu kontaktieren, verschickt mehrere E-Mails hintereinander und telefoniert gleichzeitig mit verschiedenen Kollegen.

Dabei passieren weitere Fehler: In einer Nachricht fehlt der Anhang. In einer anderen landet eine falsche Datei. Und einem Kunden schickt sie versehentlich eine interne Notiz, die nie nach außen gelangen sollte.

Bob* bekommt die Aufregung mit und setzt sich zu ihr:
„Lass uns mal ganz in Ruhe überlegen, was jetzt am besten zu tun ist."

Gemeinsam verschaffen sie sich einen Überblick:
Wer hat die falsche Version erhalten?
Welche Informationen sind wirklich kritisch?
Welche Schritte lösen das Problem tatsächlich?

Die Situation ist zwar immer noch unangenehm – aber nun fühlt sie sich beherrschbar an.

Und weil Bob gelassen bleibt, merkt Alice, dass auch sie ruhiger wird und wieder klar denken kann.

*Wer Alice und Bob sind, kannst du hier nachlesen.


Challenge accepted!

In den nächsten zwei Wochen übe ich mich in Gelassenheit.
Wenn etwas schiefläuft oder mich jemand provoziert, frage ich mich:

👉 Hilft mir Hektik gerade weiter?
👉 Nehme ich mir Zeit, kurz durchzuatmen und zu überlegen, bevor ich reagiere?


Brigittes Randnotizen

Die heutige Memo könnte leicht missverstanden werden.

Ruhig bleiben bedeutet nämlich nicht, alles hinzunehmen.

Immer wieder hört man den Satz:
„Der Klügere gibt nach.“

Wenn es um Kleinigkeiten geht, finde ich das oft einen guten Rat.

Nicht jede Diskussion ist es wert, geführt zu werden.
Nicht jede Provokation verdient eine Antwort.

Aber was ist, wenn es um etwas geht, das wirklich wichtig ist?

Wenn eine Entscheidung schwerwiegende Folgen hat.
Wenn Werte auf dem Spiel stehen.
Wenn Menschen Schaden nehmen könnten.

Sollte man dann einfach nachgeben?

Und anschließend selbstgefällig sagen:
„Ich hab's euch doch gesagt, aber ihr habt ja nicht auf mich gehört.“

Ich glaube nicht.

Es gibt Dinge, für die es sich lohnt einzustehen.

Der Unterschied ist nur:

Man kann entschlossen kämpfen, ohne die Beherrschung zu verlieren.
Man kann klar widersprechen, ohne laut zu werden.
Und man kann für eine Sache einstehen, ohne sich von Wut oder Hektik treiben zu lassen.

Vielleicht ist das die eigentliche Kunst:

Nicht bei jeder Kleinigkeit kämpfen.
Aber bei den wirklich wichtigen Dingen ruhig bleiben – und gleichzeitig standhaft sein.

Kommunikative Grüße und bis übernächste Woche,
Brigitte


Diese Memo wurde mit ganz viel ❤️ und ein wenig Unterstützung von KI erstellt.

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