
30. Juni 2026 | Mach dich nicht klein.
Memo an mich selbst
"Mach dich nicht klein."
Was ich damit sagen will
Wie oft sagst du „Sorry“?
Nicht, weil du jemanden verletzt hast, sondern weil du existierst.
„Sorry, dass ich nochmal nachfrage.“ (Obwohl es dein gutes Recht ist.)
„Sorry, lassen Sie mich bitte mal hier durch?“ (Obwohl nicht du den Durchgang blockierst.)
Ständige Entschuldigungen wirken höflich, aber sie senden unterschwellig eine Botschaft:
Ich störe.
Ich nehme zu viel Raum ein.
Ich bin im Weg.
Dabei ist nicht jede Situation entschuldigungspflichtig.
💡 Entschuldige dich nur, wenn es wirklich etwas zu entschuldigen gibt
Es gibt einen einfachen Test:
Ist ein echter Schaden entstanden? oder
Hast du jemandem Unrecht getan?
Dann entschuldige dich.
Wenn nicht, prüfe deine Formulierung.
Statt: „Sorry, dass du warten musstest.“
Sag lieber: „Danke für deine Geduld.“
Statt: „Sorry für die vielen Fragen.“
Sag: „Danke, dass du dir Zeit nimmst.“
Kleiner Perspektivwechsel, große Wirkung.
Du bleibst höflich, aber du machst dich nicht kleiner, als du bist.
📌 Ein Beispiel
Alice schreibt Bob* eine E-Mail mit Rückfragen zu einem Arbeitsauftrag.
Bevor sie auf „Senden“ klickt, liest sie noch einmal drüber und stolpert über einen Satz:
„Sorry für die vielen Fragen, aber ich bin mir vor allem bei Punkt 3 und 7 unsicher.“
Sie hält inne.
Warum entschuldigt sie sich?
Sie braucht Klarheit, um ihren Job gut machen zu können.
Sie streicht den Satz und schreibt stattdessen:
„Zu Punkt 3 und 7 habe ich ein paar Fragen und freue mich über ein paar erklärende Worte.“
Bob antwortet sachlich.
Kein Augenrollen.
Kein genervter Ton.
Die ursprünglich formulierte Entschuldigung war nie nötig.
*Wer Alice und Bob sind, kannst du hier nachlesen.
Challenge accepted!
In den nächsten zwei Wochen beobachte ich bewusst:
👉 Wann entschuldige ich mich, obwohl keine Entschuldigung nötig ist?
Brigittes Randnotizen
Morgen wird dieser Newsletter ein Jahr alt.
Am 1.7.2025 habe ich Memo Nr. 1 verschickt.
Ich erinnere mich noch gut an diesen Moment.
Da war viel Vorfreude. Ein bisschen Nervosität.
Und die leise Frage: Liest das überhaupt jemand?
Seitdem sind über 40 Memos entstanden.
Gedanken, die ich für mich selbst festhalten wollte.
Beobachtungen aus meinem Alltag.
Sätze, die mir geholfen haben, klarer zu kommunizieren.
Und du warst dabei!
Dafür möchte ich dir heute Dankesagen.
Denn dieser Newsletter lebt nicht nur von meinen Impulsen.
Sondern davon, dass du sie liest, weiterdenkst und anwendest.
Auf ein weiteres Jahr klarer Worte, ehrlicher Kommunikation und kleiner Sätze mit großer Wirkung!
Kommunikative Grüße und bis übernächste Woche,
Brigitte
Diese Memo wurde mit ganz viel ❤️ und ein wenig Unterstützung von KI erstellt.
