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14. Juli 2026 | Nein ist ein kompletter Satz.

July 14, 20263 min read

Memo an mich selbst

"Nein ist ein kompletter Satz."


Was ich damit sagen will

Nein.
Ein einfaches Wort.
Und doch fällt es vielen schwer.

Stattdessen sagen wir:
“Na gut, bevor es sonst niemand macht …”
„Vielleicht, kann ich es ja doch möglich machen …“
„Eigentlich habe ich gerade keine Zeit, aber …“

Wir erklären.
Rechtfertigen.
Relativieren.

Dabei ist Nein ein vollständiger Satz.

Grenzen zu setzen ist kein Egoismus.
Es ist Selbstverantwortung.

Wer versucht, es allen recht zu machen, macht es mindestens einer Person nicht recht:
Sich selbst.

💡 Nein ist eine Entscheidung – Ja ist eine Verpflichtung

Wenn du “Nein” sagst, lehnst du eine Option ab.
Wenn du
“Ja” sagst, lehnst du alle anderen Optionen ab.

Daher ist jedes “Ja” auch gleichzeitig ein “Nein” zu allem, was du in dieser Zeit sonst hättest tun können.

Wenn du etwas zusagst, entscheidest du über deine zukünftige Zeit.
Eine hilfreiche Frage kann daher sein:
„Wenn ich das heute machen müsste – würde ich zusagen?“

Denn jede zukünftige Verpflichtung, egal wie weit sie noch entfernt scheint, wird irgendwann zu einer unmittelbaren Realität.

Wenn du für etwas sofort alles stehen und liegen lassen würdest, ist es vermutlich ein klares “Ja”.
Wenn du jedoch unsicher bist, denk an
Memo Nr. 38 und nimm dir Zeit, bevor du antwortest.

📌 Ein Beispiel

Alice erhält eine Nachricht von ihrem Bekannten Bob*:
„Kannst du mir morgen spontan beim Umzug helfen? Einer meiner Helfer ist krank geworden.“

Alice schaut auf ihren Kalender.
Sie hatte sich den Samstag bewusst freigehalten.

Ausschlafen.
Lesen.
Nichts tun.

Sie spürt den Impuls, sofort zu schreiben:
„Klar, mache ich.“

Stattdessen tippt sie:
„Nein. Für morgen habe ich bereits andere Pläne.“

Drei Sekunden fühlt es sich unangenehm an.

Dann kommt Bobs Antwort:
„Alles gut. Dann frage ich noch jemand anderen. Danke auf jeden Fall für die schnelle Rückmeldung.“

Alice merkt:
Das
Nein war nur in ihrem Kopf dramatisch.

*Wer Alice und Bob sind, kannst du hier nachlesen.


Challenge accepted!

In den nächsten zwei Wochen beobachte ich bewusst:

👉 In welchen Situationen sage ich “Ja”, obwohl ich “Nein” meine?
👉 Wo kann ein klares
“Nein” mehr Respekt schaffen als ein zögerliches “Vielleicht”?


Brigittes Randnotizen

Ich möchte das in aller Deutlichkeit sagen:
People Pleasing ist kein Charakterfehler.
Es ist ein erlerntes Muster.

Das Bedürfnis, es allen recht zu machen, entsteht oft aus dem Wunsch nach Harmonie, Anerkennung und Sicherheit.

Viele von uns – vor allem Frauen – haben früh gelernt:
Wenn ich angepasst bin, werde ich geliebt.
Wenn ich alles übernehme, werde ich gelobt.

Das Problem:
Wer ständig
“Ja” sagt, stellt sich selbst dauerhaft hinten an.

Typische Anzeichen sind:

  • Schwierigkeiten, Nein zu sagen

  • ein starkes Harmoniebedürfnis

  • der Selbstwert, der vom Lob anderer abhängt

  • Perfektionismus, um bloß keine Kritik zu riskieren

Langfristig führt das nicht zu mehr innerem Frieden, sondern zu Erschöpfung.

Grenzen zu setzen ist daher keine Unhöflichkeit – sondern Selbstschutz.
Und Konflikte zuzulassen ist kein Beziehungsbruch – sondern ein Zeichen von Reife.

Du musst es nicht allen recht machen.
Du darfst dich selbst genauso wichtig nehmen wie andere.

Kommunikative Grüße und bis übernächste Woche,
Brigitte


Diese Memo wurde mit ganz viel ❤️ und ein wenig Unterstützung von KI erstellt.

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